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Die Legende des heiligen Christophorus Es lebte einmal ein Riese. Sein Name war OPHERUS. Er war bärenstark. Brauchte er einen Wanderstock, riss er einen Baumstamm aus. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, nur dem mächtigsten Herrn dieser Erde zu dienen.


"Du musst nach Osten gehen" sagten die Leute. "Dort, wo die Sonne aufgeht, wirst Du ihn finden!"


Im Osten war das Reich des mächtigsten Königs der Erde. Es lebten so viele Menschen in seinem Land, dass man sie nicht zählen konnte.


Nach vielen Tagen und Wochen kam OPHERUS in das Land dieses mächtigen Königs. Der König nahm OPHERUS mit Freuden auf. Er machte ihn zum Anführer der Soldaten. Wenn die Feinde des Landes den Riesen OPHERUS sahen, liefen sie gleich davon. Die Feinde wagten nicht mehr in das Land des Königs einzufallen.


Nach langer Friedenszeit bedrohten wieder Feinde das Land des Königs. Gleichzeitig gab es ein riesiges Gewitter. Es blitzte und donnerte ganz tüchtig. Dunkle Wolken verdeckten die Sonne.


Der König bekam große Angst und rief: "Wir sind verloren. Die Feinde werden uns besiegen!" Der Riese OPHERUS sah die Angst des Königs. Er merkte, daß der König nicht der mächtigste Herr dieser Erde ist.


So nahm er Abschied vom König und OPHERUS geht weiter. Einige Menschen sagten zu ihm: "Der Böse ist der mächtigste Herr der Erde. Gehe zu ihm. Keiner hat so viel Macht wie er." "Wo finde ich ihn?" fragte OPHERUS. "Überall, wo Böses geschieht", sagte der Böse. "Wenn du Böses tust, andere Menschen zu Bösem anstiftest, zu Lüge, Neid, Haß, Streit und Krieg."


OPHERUS diente dem Bösen. Es gefiel ihm eigentlich gar nicht, aber er wollte ja dem mächtigsten Herrn dienen. So tat er auch Böses. Der Böse stachelte ihn zu immer schlimmeren Taten an.


Eines Tages kam OPHERUS an einem Wegkreuz vorbei, der Böse war bei ihm. Da fing der Böse an zu zittern. Er wagte nicht das Kreuz anzuschauen. OPHERUS merkte: Der Böse hat Angst vor dem Mann am Kreuz. Der Mann am Kreuz ist stärker als der Böse. Er hat Macht über das Böse. Da wurde OPHERUS leicht ums Herz.


OPHERUS wollte nun den Gekreuzigten suchen und ihm dienen. Er wandte sich von dem Bösen ab.


"Wer ist der Mann am Kreuz?" fragte er die Menschen. "Wo kann ich ihn finden?" "Er ist der Gute" antwortete ihm der Gute. "Du dienst ihm, wenn du Gutes tust, wenn du Frieden stiftest, wenn du Streit schlichtest! Hilf den Schwachen und Armen."


Der Gute sagte: "Hier fließt ein reißender Fluss. Kein Schiff kann hier fahren, hier gibt es keine Brücke. Du bist groß und stark, Du kannst Menschen durch die Fluten tragen. So dienst du dem Herrn dieser Erde. Gehe und warte. Der Herr der Erde begegnet dir dann."


Da setzte sich OPHERUS an das Ufer des Flusses und wartete. Er wartete und trug die Menschen über den Fluss. So diente er allen Menschen, die ihn brauchten, sieben volle Jahre lang.


Eines Nachts hörte der Riese eine Stimme. "OPHERUS bring mich an die andere Seite vom Fluss!" OPHERUS schaut über den Fluss und sieht an der anderen Seite ein kleines Kind. "Nur ein Kind" denkt OPHERUS und hebt das Kind auf seine Schultern. Dann stieg er in den Fluss. Je weiter er ging, desto schwerer wurde ihm die Last. OPHERUS wurde es sehr schwer. Das Wasser stieg immer höher. OPHERUS bekam Angst, Angst vor dem Ertrinken. Plötzlich gingen ihm die Augen auf.


Er merkte, dass er im Kind den Größten und Mächtigsten, den Herrn über Himmel und Erde trug.


Am anderen Ufer setzte OPHERUS das Kind vorsichtig auf die Erde. Das Kind sah OPHERUS freundlich an und sagte:


"Wenn du den Armen dienst, dann dienst du mir. Wenn du die Kleinen und Schwachen trägst, dann trägst du mich. Ich gebe dir einen neuen Namen. Du sollst nicht mehr OPHERUS heißen, sondern CHRISTOPHORUS, das heißt:


Der, der Christus trägt!"