Landrat Kethorn zu Besuch auf Gut Hange
Christophorus-Werk Lingen e.V. und RWE Power stellen Kooperationsprojekt "Ich pack' das!" vor
„Ich hab in den vergangenen Jahren so viel von Ihrem Projekt gehört, dass ich mir jetzt selbst ein Bild machen wollte und ich bin wirklich beeindruckt!“, erläuterte der Landrat der Grafschaft Bentheim Friedrich Kethorn den Grund seines Besuches auf Gut Hange in Freren.

„Ich pack’ das!“ ist eine berufsvorbereitende Maßnahme des RWE-Konzerns, die konzernweit junge Menschen auf die Anforderungen einer Berufsausbildung vorbereiten will. „Die RWE möchte sich mit solchen Projekten ihrer sozialen Verantwortung stellen“, erklärt Eduard Haakmann, Personalchef im Kraftwerk Lingen, die Beweggründe des Konzerns jährlich 100 jungen Menschen Auf ihre Ausbildung vorzubereiten.
Bei der Zielgruppe handelt es sich um Jugendliche und Erwachsene mit einem Hauptschulabschluss, die eine Berufsausbildung im Metallbereich anstreben, aber noch nicht die notwendigen praktischen und theoretischen Fähigkeiten besitzen, um eine Ausbildung zu beginnen oder nicht in eine Berufsausbildung vermittelt werden konnten.
Das Projekt läuft seit Oktober 2004 und wurde zunächst auf sechs Jahre festgelegt. Innerhalb dieses Zeitraums investiert RWE 8 Millionen €uro und finanziert damit u.a. Ausbildergehälter, Taschengeld für die Auszubildenden und Ausbildungsmaterialien. Die Vermittlungsquoten liegen jährlich bei über 70%, in der Lingener Zweigstelle auf Gut Hange in diesem Jahr sogar bei über 92%! „Ein Platz in dieser Maßnahme ist wie ein Sechser im Lotto“, bestätigte auch Holger Waldmann als geschäftsführender Direktor des Christophorus-Werkes den Erfolg der Weitervermittlung.

„Lingen ist der Standort mit den besten Voraussetzungen durch die enge Anbindung an das Christophorus-Werk“, stellte Bert Wallraf, Leiter Ausbildung bei der RWE, deutlich heraus. Die ausbildenden Mitarbeiter des Bildungs- und Förderwerkes Niedersachsen West GmbH (BFN), einer 100%igen Tochter des Christophorus-Werkes, profitieren von der Nähe zum Berufsbildungswerk des Christophorus-Werkes. Bei den dortigen Kollegen, die im Umgang mit Jugendlichen mit Lernbehinderungen geschult sind, können sich Josef Hanneken und Andreas Scheibel Rat bei auftauchenden Probleme holen. Die sehr guten Vermittlungszahlen sprechen für sich.
Beim abschließenden Rundgang durch die Schul- und Ausbildungsräume konnte sich der Grafschafter Landrat Friedrich Kethorn schließlich davon überzeugen, dass auch die Jugendlichen mit Engagement dabei sind und sich ihres „Sechsers im Lotto“ durchaus bewusst sind.