Ziel: Teilhabe am normalen Leben
Der Biolandhof Vaal des Christophorus-Werkes Lingen e.V. wurde offiziell eingeweiht
Eine Arbeit die Spaß macht, ein gemütliches Heim und nette Menschen drum herum sind sicherlich für viele Menschen ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Das ist bei Menschen mit Behinderungen nicht anders. Mit dem Erwerb des Hofes Vaal in Schapen hat das Christophorus-Werk Lingen e.V. für einige in den Einrichtungen des Christophorus-Werkes arbeitende und lebende Menschen ei-nen weiteren Schritt auf dem Weg hin zu einem „normalen Leben“ getan. Nach vielen Umbauarbeiten fand jetzt die feierliche Einweihung statt. Neben verschiedenen Grußworten führte hierbei Dr. Andreas Eyinck in seinem Festvortrag in die wechselhafte Hofgeschichte ein.

„Mit unserem Biolandhof Vaal wollen wir für insgesamt 24 Menschen die Möglichkeit eines ganz alltäglichen Lebens schaffen“, erläutert der geschäftsführende Direktor des Christophorus-Werkes Georg Kruse das Ziel dieser Zweigstelle der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Lingen. Der Hof wird unter der Projektleitung von Manfred Grote und mit der Unterstützung von pädagogischen und landwirtschaftlichen Mitarbeitern von Menschen mit Behinderungen bewirtschaftet. Bisher arbeitet eine Gruppe von zwölf Personen hier und kümmert sich um das Säen, Pflanzen, Sauberhalten, Ernten und Verkaufen der Produkte. Über kurz oder lang soll die Anzahl der hier arbeitenden Personen auf 24 ansteigen. Da das Christophorus-Werk fast alle baulichen Maßnahmen in Eigenarbeit durch die Auszubildenden des Berufsbildungswerkes macht, ist noch nicht alles fertig. „Unser Ziel ist es aber, hier auf der Hofstelle auch Wohnraum für zwölf Personen zu schaffen, so dass hier Wohnen und Arbeiten möglich sein wird“, erklärt Kruse die noch umzusetzenden Maßnahmen.

Sehr erfreut zeigten sich nicht nur Georg Kruse und Holger Waldmann als geschäftsführende Direktoren sondern auch Projektleiter Manfred Grote über die herzliche Aufnahme in den Kreis der Nachbarn. „Das Interesse an unserer Arbeit hier ist enorm“, weiß Grote zu berichten. „Es kommt oft vor, das einfach mal jemand vorbeikommt, um zu schauen, was sich getan hat und was wir hier machen.“ Auch im Vorfeld der Einweihung haben die Nachbarn sich tatkräftig für den nach alter Sitte üblichen Bogen vor der Haustür eingesetzt. Ein Anfang ist also gemacht, wie Kruse zufrieden feststellt: „Wir haben attraktive Arbeitsplätze in der freien Natur für einige Menschen aus unserer Werkstatt geschaffen, die Nachbarn haben uns hier sehr freundlich aufgenommen, da fehlt also nur noch der Wohnraum!“ Und natürlich ein paar Tiere, denn neben den bereits vorhandenen fast 300 Hühnern sollen in Zukunft noch weitere Tiere den Bioland-Hof bewohnen.