Die Entscheidung ist gefallen
Elf Gruppen ausgewählt für das „ Fest der Sinne“
Vom 8. bis zum 12. Oktober findet in Lingen zum vierten Mal das Internationale Fest der Sinne statt.
Es ist eine Veranstaltung des Theaterpädagogischen Zentrums der Emsländischen Landschaft (TPZ) und des Europäischen Zentrums der IATA/AITA in Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen, dem Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT), der International Amateur Theatre Association (IATA/ AITA) und der Fachhochschule Osnabrück, Standort Lingen.
Eine Jury, die aus Vertretern der Veranstalter und Kooperationspartnern bestand, wählte aus den 28 Bewerbungen elf Gruppen aus.
Sie kommen aus Deutschland, Lettland, den Niederlanden, Russland, Spanien und Tschechien. „Da das Motto diesmal lautet ‚Kunst machen‘, muss das Programm des Festivals alle Facetten der Kunst bedienen, also neuartig, einmalig, aufregend sein“, meint Dr. Lars Göhmann vom Europäischen Zentrum der IATA/AITA, der das parallel zum Festival stattfindende Symposion „Kulturarbeit von Behinderten“ leiten wird.
Die künstlerische Leitung des Festivals übernehmen Ingo Michael und Bruni Müllner (TPZ).
Neu ist das spartenübergreifende Programm, das Theater, Tanz, Zirkus, Musik, Bewegungstheater, Film und eine Fotoausstellung bietet. „Die Spartenvielfalt war ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Gruppen“, bemerkt Ingo Michael.
Mehrgenerationen-Gruppen, die interdisziplinär und integrativ arbeiten, sind bei der Auswahl besonders berücksichtigt worden. Bruni Müllner weist darauf hin, dass mit dem Festivalprogramm diesmal nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene angesprochen werden sollen. Lars Göhmann ist überzeugt, dass diese Vielfalt auch das Symposion bereichern werde. „Diesmal wird nicht nur das Theater, sondern die Kunst im Allgemeinen im Focus stehen“, sagt er und führt aus:
„Die Fragestellung ist sehr spannend: Wie wird Kunst dadurch verändert und weiterentwickelt, wenn sie aus der Sicht behinderter Menschen gezeigt wird? Wie nehmen die Zuschauer dies wahr? Sie sollen bereichert aus der Vorstellung hinausgehen und erst hinterher merken, dass Menschen mit Behinderungen gespielt haben“, sagt Lars Göhmann.
Text: Elisabeth Tondera
Quelle: Lingener Tagespost vom 17. April 2008