
Über den Personenkreis behinderter Menschen gibt es in Deutschland bisher kaum verlässliche Daten. Insbesondere fehlen Aussagen über die soziale Netzwerkstruktur und das Inanspruchverhalten gegenüber Anbietern von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Gerade dieses Wissen ist für die Sozialunternehmen der Behindertenhilfe jedoch von großer Bedeutung, um den zukünftigen Versorgungsbedarf von Menschen mit Behinderungen zu planen. Die Sozialunternehmer des Brüsseler Kreises haben wiederholt die fehlende Planungssicherheit gegenüber der Politik angemahnt. Jetzt lässt eine Studie in Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln die Menschen mit Behinderung selbst zu Wort kommen. An dem wissenschaftlichen Forschungsprojekt hat sich auch das Christophorus-Werk Lingen beteiligt. Die Ergebnisse der Studie sind sowohl Sprachrohr der Lebensentwürfe behinderter Menschen als auch ein Beitrag zur Sozialplanung in Deutschland.
Die INA-Studie ist als Buch im Lambertus-Verlag erschienen und kostet 20€.