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| Wohnheim Schapen (Langzeiteinrichtung)Wohnen und Tagesstruktur Im Wohnheim Schapen leben zurzeit 45 Frauen und Männer mit geistigen Behinderungen und zusätzlichen emotional-affektiven und sozialen Beeinträchtigungen sowie Einschränkungen im Wahrnehmungsbereich, die häufig mit herauffordernden Verhaltensweisen einhergehen. Einige Bewohner sind durch langjährige Psychiatrieaufenthalte geprägt, bei anderen lassen die Strukturen von Regelwohneinrichtungen und –arbeitsbereichen (WfbM) keine langfristig gelingende Betreuung zu und führen zu fachlichen und sozialen Grenzerfahrungen. Aufgabe des Wohnheimes ist es einerseits, den Bewohnern eine alternative, dem Normalisierungsprinzip entsprechende Lebenswelt zu bieten, andererseits durch gezielte Förderung innerhalb eines Sicherheit gebenden Rahmens zum Gelingen einer sozial verträglichen Verhaltensweise hinzuwirken. Durch intensive Förderung wollen wir erreichen, dass soziale und lebenspraktische Fähigkeiten erhalten und entwickelt werden und auf Dauer auch eine Betreuung in differenzierten Beschäftigungs- und Wohnformen möglich wird. Für die 45 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheimes stehen ausnahmslos Einzelzimmer zur Verfügung. Die Zimmer sind auf den Etagen so angeordnet, dass Wohngruppen verschiedener Größe gebildet werden können, die mit Wohnzimmern, Küchen und Sanitäranlagen ausgestattet sind. Das Raumprogramm und die Lage des Wohnheimes erlauben einerseits ein ruhiges Wohnen unter Achtung der Privat- und Intimsphäre und die Nutzung verschiedener Rückzugsmöglichkeiten. Andererseits wird die größtmögliche Teilhabe am Leben der Wohngruppe, der Hausgemeinschaft und des Gemeinwesens angeboten. Der Bereich der Förderung und Betreuung umfasst all jene Tätigkeiten, die die Basis und Struktur für einen normalen Tagesablauf der Bewohner darstellen, die einen normalen Wochen-, Monats- und Jahresrhythmus gestalten helfen und einen normalen Lebensablauf begleiten und sicherstellen. Eine angemessene Grundversorgung sowie die Hilfestellung und Begleitung bei den lebenspraktischen Alltagsaufgaben gehören ebenso dazu wie die Hilfen zum Leben in der Gruppe und Gemeinschaft, das Stärken der Fähigkeit, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und eigenständiger zu verrichten, Hilfen bei der Erlebnisverarbeitung, der Kontakt mit Angehörigen und Betreuern, die Einbeziehung in Kirche und Gemeinwesen und das Begehen von Festen und Feiern. Die tagesstrukturierenden Angebote sind im Schwerpunkt naturnah ausgerichtet. Hierbei wird davon ausgegangen, dass bei den behinderten Menschen ein guter Zugang zu Pflanzen und Tieren zu erschließen ist. Die Einbeziehung in Arbeiten bei der Versorgung kleinerer Tiere und anderer gärtnerischer und landwirtschaftlicher Tätigkeiten bietet ihrer Behinderung entsprechende differenzierte Beschäftigungsmöglichkeiten. Der Sinn dieser Beschäftigung wird unmittelbar erlebt. Durch die Herstellung einer Beziehung zur Natur erhoffen wir uns auch die Entwicklung der Beziehung zur eigenen Person. An wen richtet sich unser Angebot und wer trägt die Kosten? Aufgenommen werden erwachsene Menschen mit geistigen Behinderungen und zusätzlichen Beeinträchtigungen im Verhaltensbereich, die in diesem Sinne mehrfachbehindert sind und nicht bzw. noch nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) beschäftigt und gefördert werden und in entsprechenden Wohnformen leben können. Die Fachlichkeit zur Ausübung ärztlich angeordneter medizinischer Behandlungspflege können wir dauerhaft nicht sicherstellen. Die Kosten für das Angebot übernimmt häufig das Sozialamt im Rahmen der Eingliederungshilfe (§ 53 Abs. 1 SGB XII), wobei die Vermögensverhältnisse zu prüfen sind. Natürlich unterstützen wir Sie bei der Antragstellung zur Kostenübernahme. Vor Aufnahme ist das Vorliegen der Zusage zur Kostenübernahme erforderlich. An wen wende ich mich bei Interesse? Ruth Grünberg Tel.: 05458 911-12 Fax: 05458 911-22 ruth.gruenberg {a} christophorus-werk.de |
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