Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund
Dr. Ulrich Mehlem zu Gast im Sprachheilkindergarten Regenbogen

Fortbildungen sind wichtig und gerade wenn man sich mit Menschen und ihren Problemen beschäftigt, sollte man versuchen, sich über neue Forschungen auf dem Laufenden zu hal-ten. Manchmal findet man nämlich genau dort die schon lange gesuchte Antworten oder die Lösung für ein Problem. Der Sprachheilkindergarten Regenbogen hatte genau aus diesem Grunde zu seiner internen Fortbildung mit dem Thema Sprachförderung von Migrantenkindern Dr. Ulrich Mehlem als Dozenten eingeladen. Mehlem arbeitet in Osnabrück an der Universität im Fachbereich Sprachwissenschaften und hat hier das Schwerpunktthema „Deutsch für Migrantenkinder“.
In Osnabrück wurde ein Sprachförderprogramm entwickelt, dass nun seit mittlerweile vier Jahren verbreitet wird. Die Materialien für die Förderung der Kinder beziehen sich auf die letzten beiden Jahre vor der Einschulung.

Ulrich Mehlem war in den Sprachheilkindergarten eingeladen worden, um das Projekt und die Materialien vorzustellen. Dabei ging Mehlem auf die grammatikalischen Unterschiede im Satzbau der türkischen, russischen und deutschen Sprache ein, den Sprachen, die als fremde Muttersprache im Spraki am häufigsten vorkommen. Er erläuterte anhand von Spielen, wie man auch Kindergartenkindern schon grammatikalische Begrifflichkeiten und Unterschiede zwischen den Sprachen erklären kann.
Die Mitarbeiterinnen im Kindergarten wollten sich selber ein Bild machen, um anschließend entscheiden zu können, ob dieses Programm eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits vor-handenen Materialien darstellen könnte

Schließlich liegt im Spraki der Schwerpunkt in der logopädischen und motopädischen Weiterentwicklung der Kinder und evtl. zusätzlich auftretende Fremdsprachenprobleme haben zunächst nicht die oberste Priorität.
Insgesamt herrschte nach der Fortbildung, die sich über den gesamten Tag erstreckte, ein reger Diskussionsbedarf. Die Frage, wie hilfreich die vorgestellten Materialien im Spraki sein können und ob sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen, muss jetzt in Ruhe erläutert werden. Ein interessanter Tag war es für die 19 Teilnehmer auf jeden Fall.