Georg Kruse: 50 Prozent vermittelt
Bei Auszubildenden im Christophorus-Werk - Brauksiepe besuchte auch Reholand
Quelle: Lingener Tagespost vom 15. März 2007
Hohen Besuch konnten am Dienstagnachmittag das Christophorus-Werk und Reholand verzeichnen. Neben dem parlamentarischen Staatssekretär Dr. Hermann Kues aus Lingen machten sich auch Dr. Ralf Brauksiepe, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Unionsfraktion und stellvertretender CDA-Bundestagsvorsitzender, sowie der Landtagsabgeordnete Heinz Roelfes ein Bild von der Arbeit der beiden Lingener Einrichtungen.
Den Anfang machte Reholand (gemeinnützige Gesellschaft für Recycling, Holzverarbeitung und Landschaftspflege mbH) in Darme. Dr. Burkhard Ritz, Vorsitzender des SKM, und Günter Rohoff, Geschäftsführer, stellten dem Gast aus Berlin die Einrichtung vor. "Wir fördern durch Betreuung und Qualifizierung die Integration von Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und Langzeitarbeitslosen in und für den Arbeitsmarkt", machte Rohoff deutlich und ergänzte: "Unsere Einrichtung zielt nicht auf Gewinnmaximierung, sondern auf Kostendeckung bei möglichst hoher Beschäftigungszahl."
Brauksiepe pflichtete Rohoff bei und bemerkte, dass es immer Menschen in dieser Gesellschaft gebe, für die man etwas tun müsse. Allerdings müsse man auch darauf achten, dass Reholand nicht zu einer Sackgasse werde, sondern es den Menschen durch diese Einrichtung ermöglicht werde, sich wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.
Für das Christophorus-Werk machte der geschäftsführende Direktor, Georg Kruse, deutlich, dass unter anderem in der Werkstatt für Behinderte "der Schuh drückt". Offiziell seien hier 60 Plätze ausgeschrieben, "aber Fakt ist, dass hier rund 100 Menschen betreut werden".
Zudem betonte Kruse, dass die Zahl der Lernbehinderten ständig steige und diese im Vergleich zu Menschen mit einer körperlichen Behinderung erheblich mehr an Hilfe benötigen.
Als einen "Riesenerfolg" wertete der geschäftsführende Direktor die Vermittlung derjenigen, die nach ihrer Ausbildung im vergangenen Jahr in den 1. Arbeitsmarkt entlassen wurden. "Über 50 Prozent unserer jungen Gesellen sind in einem sozialversicherungspflichten Beschäftigungsverhältnis tätig." Das fand auch den Beifall der Gäste.