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Alle unter einem Dach
Das Mehrgenerationenhaus Lingen
Quelle: Der Ems-Report vom 17. Januar 2007
Das Projekt Mehrgenerationenhaus Lingen kommt langsam aber sicher in Fahrt. Aber wer oder was ist das Mehrgenerationenhaus eigentlich?


Das Mehrgenerationenhaus Lingen ist ein Verbund von vier befreundeten, katholischen Trägern sozialer Dienstleistungen. Mitglieder der Trägergemeinschaft sind das St. Bonifatius Hospital e. V., das Christophorus-Werk Lingen e. V., die Katholische Erwachsenenbildung Lingen e. V. und der Sozialdienst kath. Frauen Lingen e. V.


Gemeinsam mit der Stadt Lingen will das Mehrgenerationenhaus ein vernetzendes Angebot für die gesamte Familie aufbauen. Durch die Verschiedenheit der Träger in ihrer Struktur und ihren Leistungsangeboten bietet das Projekt ein breit gefächertes Grundangebot mit den Elementen: Familie und Gesundheit, berufliche Rehabilitation und Behindertenhilfe, Familienbildung und soziale Beratung von Familien.


Der Trägerverband steht weiteren Kooperationen mit anderen Trägern und Anbietern, die ein konzeptionell passendes Angebot vorhalten, offen gegenüber. Beim Mehrgenerationenhaus engagieren sich bereits viele ehrenamtliche Aktive, die auch als Multiplikatoren tätig werden. Durch geeignete Qualifizierungsmaßnahmen wirbt das Haus für weitere Interessierte. In seinem Café wird eine "Freiwilligenbörse" eingerichtet.


Das Mehrgenerationenhaus Lingen will durch gezielte Angebote die Kommunikation und Interaktion zwischen den verschiedenen Altersgruppen fördern. Das zentrale Angebot ist ein Café, das als "Offener Treff" jede Bürgerin und jeden Bürger zum Verweilen einlädt. Zu den geplanten generationsübergreifenden Angeboten sollen u. a. Großelternnachmittage, Familienpatenschaften und Senioren-Kinder-Vorlesestunden gehören.


Das Haus will familiäre Strukturen gezielt unterstützen und dort, wo die familiären Strukturen zerbrochen sind, Ersatzstrukturen bieten. Erziehungspersonen sollen Freiraum für eigene Aktivitäten, zur Fortbildung oder zur Freizeitgestaltung erhalten. Kinder- und Jugendliche werden z. B. neue Möglichkeiten des sozialen Lernens und das Erleben der Großelterngeneration bekommen.