Fit machen für die Lehre
RWE und Christophorus-Werk kooperieren erfolgreich
Quelle: Lingener Tagespost vom 29. Dezember 2006
"Ich pack' das!" Unter diesem Motto bringt der RWE-Konzern durch berufsvorbereitende Maßnahmen jungen Menschen die Anforderungen einer Berufsausbildung nahe. Dazu kooperiert das Unternehmen im südlichen Emsland in einer bundesweit einmaligen Zusammenarbeit mit dem Christophorus-Werk Lingen e. V., um dessen Kompetenz in beruflicher Bildung und Vorbereitung zu nutzen.
Während eines Pressegespräches in der ehemaligen "Fachschule Gut Hange" stellten Bert Wallraf und Eduard Haakmann von der RWE sowie Georg Kruse und Holger Waldmann vom Christophorus-Werk dieses wichtige Projekt im Rahmen der beruflichen Ausbildung vor.
"Mit RWE-Power und dem Christophorus-Werk haben sich zwei Große im Bereich der Ausbildung zusammengetan", betonte Bert Wallraf, Leiter Ausbildung bei RWE. Zielgruppe der Maßnahme seien Jugendliche und Erwachsene mit einem Hauptschulabschluss, die eine Berufsausbildung im Metallbereich anstreben. Sie besitzen aber noch nicht die notwendigen praktischen und theoretischen Fähigkeiten, um eine Ausbildung zu beginnen oder konnten noch nicht in eine Berufsausbildung vermittelt werden.
Insgesamt sechs Maßnahmen von jeweils einem Jahr Dauer seien bislang geplant, sagte Wallraf. Pro Jahr würden in den verschiedenen Ausbildungseinrichtungen an RWE-Standorten insgesamt 100 Jugendliche aufgenommen und in die Ausbildungsreife geführt. RWE investiere in dieses Projekt bis 2010 insgesamt acht Millionen Euro.
Hohe Erfolgsquote
"Das Christophorus-Werk nimmt bereits im dritten Jahr als Kooperationspartner an diesem Projekt teil, und wir sind dankbar für diese Aufgaben", betonte Geschäftsführer Georg Kruse. Angeboten würden insgesamt zwölf Plätze zur Ausbildungsvorbereitung. Wie RWE-weit liege der Schwerpunkt im Metallbereich. Aber es gebe auch Möglichkeiten im Bereich der Holzbearbeitung, als Altenpfleger oder Gärtner.
Die jungen Leute arbeiten als Praktikanten und erhalten ein Taschengeld von 220 Euro. Ein Ausbilder kümmert sich um sechs Bewerber. Die Erfolgsquote bei der Vermittlung der Ausbildungsreife sei mit 80 Prozent beachtlich hoch, sagte Kruse. Allerdings würden auch enorme Anforderungen an die Ausbilder gestellt. Ihre Aufgabe als Lehrer und Sozialpädagoge ende nicht mit einem Acht-Stunden-Tag, erläuterte Kruse. Man sei der RWE für die Übertragung der Aufgabe und die Kooperation sehr dankbar. Und die hier in der ehemaligen Fachschule Gut Hange geschaffenen Bedingungen seien optimal.