"System der beruflichen Rehabilitation erhalten"
Dr. Hermann Kues unterstützt Arbeit der Berufsbildungswerke
Quelle: Lingener Tagespost vom 13. Dezember 2006
BERLIN/LINGEN. "Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke bilden einen unverzichtbaren Bestandteil der beruflichen Qualifizierung und der nachhaltigen Integration von Menschen mit Behinderungen. Die Gesellschaft kann es sich schlichtweg nicht leisten, auf vorhandene Potenziale zu verzichten."
Mit diesen Grußworten zum Parlamentarischen Abend der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke (ARGE BFW) unterstrich Karin Evers-Meyer, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, das Anliegen des Abends: dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen auch in Zukunft durch das gute System der Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke zu ermöglichen.
Im Eröffnungsdialog des Parlamentarischen Abends der beiden großen Arbeitsgemeinschaften der beruflichen Rehabilitation thematisierten Georg Kruse, der Geschäftsführer des Christophorus-Werkes in Lingen, für die BAG BBW und Manfred Thrun für die ARGE BFW die aktuellen Entwicklungen und Probleme in der Arbeit der 80 bundesweit tätigen Einrichtungen. Kruse forderte dazu auf, das System der beruflichen Rehabilitation zu erhalten.
Walter Hirrlinger, Präsident des Sozialverbandes VdK Deutschland, warnte davor, den Umbau des Sozialstaates auf dem Rücken behinderter und chronisch kranker Menschen auszutragen. Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke würden aufgrund ihrer Integrationsleistung im Gesetz besonders herausgestellt und die Bundesagentur für Arbeit in ausreichendem Maß sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund sei der massive Zuweisungsrückgang in den Einrichtungen nicht hinnehmbar.
Dr. Hermann Kues, MdB aus Lingen und Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, unterstützte die Arbeit der Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke auch bei diesem Termin und zeigte sich wie weitere Vertreter aus der Politik überzeugt von der Qualität der Arbeit dieser Einrichtungen für die Menschen mit Behinderungen.
Reha für Menschen mit Behinderung
Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke sind Kompetenzzentren im Bereich der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit Behinderung. In Berufsbildungswerken können junge Menschen mit Behinderung auf eine berufliche Ausbildung vorbereitet werden und die berufliche Erstausbildung unter Begleitung von pädagogischem und therapeutischen Fachpersonal absolvieren. In Berufsförderungswerken werden Erwachsene, die auf Grund einer Behinderung ihren Beruf nicht mehr ausüben können, umgeschult. Bundesweit gibt es ein Netz von 52 Berufsbildungswerken und 28 Berufsförderungswerken.