Umweltbildung für behinderte Menschen
Pädagogischer Leitfaden erarbeitet
Quelle: Lingener Tagespost vom 9. November 2006
"Äußerst erfolgreich", so Dr. Thomas Südbeck, Leiter der Historisc-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg, sei jetzt ein vor zwei Jahren begonnenes Projekt zu Ende gegangen.
In Kooperation mit Behinderteneinrichtungen hat die HÖB das Projekt "Umweltpädagogische Qualifizierung von Mitarbeitern in Einrichtungen der Bhindertenhilfe" umgesetzt. Teilgenommen haben Mitarbeiter und Beschäftigte aus Berufsförderungswerkn, beschützenden Werkstätten und Wohneinrichtungen aus dem Emsland sowie aus Osnabrück und Ahaus.
Herausgekommen seien handfeste Maßnahmen wie die Gestaltung von Gärten mit Sinnenpfaden, Spaliertunneln, Hochbeeten und Kräuterspiralen. Nicht nur das Umweltwissen der Projektteilnehmer sei erweitert worden, sondern die Arbeit habe vor allem auch das Selbstwertgefühl und die Identifizierung der Beteiligten erfhöht. Zudem hätten im Laufe des Projektes Methoden der Umweltpädagogik Einzug gehalten in die Lehr- und Ausbildungspläne der Einrichtungen. Dabei seien "pädagogische Werkzeugkoffer" entstanden, die immer wieder neu mit Inhalten gefüllt werden könnten und deren Einsatz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sei, hieß es.
Angespornt durch den Erfolg des Projektes, soll es in der HÖB weitere Qualifizeriungsseminare und Bildungsurlaube auch für behinderte Menschen geben. Zudem bestehe eine rege Nachfrage anderer Bildungsträger, die die erarbeiteten Konzepte in Form geeigneter Angebote umsetzen wollten, sagte Südbeck.
Wie Dr. Ulrich Witte von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausführte, sei die Stiftung seit ihrem Bestehen bemüht, Projekte mit behinderen Menschen zu fördern. "Als weltweit größte Umweltstiftung unternehmne wir alle Anstrengungen, das Thema Umweltschutz wieder ganz vorn zu bringen", so Witte. Die Ergebnisse des Projekts bewertete er dabei als "Erfahrungsschatz pädagogischen Wissens". Man werde dazu beitragen, die erzielten Ergebnisse, die als Leitfaden auch auf einer CD-ROM zu erhalten sind, überregional zu verbreiten und als Modell mit bundesweiter Vorbildwirkung zu präsentieren.
Die DBU, die das Projekt mit 125 000 Euro gefördert hat, habe seit ihrem Bestehen 1991 rund 6500 Projekt mit insgesamt 1,2 Milliarden Euro bezuschusst. Weitere Informationen zum Projekt unter www.umweltbildung-fuer-menschen-mit-behinderungen.de.