60 Jahre Friedhof in Laxten
Modellcharakter: Pflege durch Christophorus-Werk - Feierstunde
Quelle: Lingener Tagespost vom 3. November 2006
In einer würdevollen Abendveranstaltung gedachte die Pfarrgemeinde St. Josef in Laxten des 60. Gründungsjahres ihres Friedhofs.
Die musikalische Gestaltung lag in den Händen des Organisten Werner Hölscher (Klavier) und der Pastoralassistentin Stefanie Schmidt (Sopran), die die Gäste mit "Sei stille dem Herrn" aus "Elias" von Mendelssohn-Bartholdi und "Arioso" von G. F. Händel erfreuten.
In seiner Begrüßungsansprache betonte Pfarrer Martin Trimpe, dass der Friedhof, der erst neuen Jahre nach der Kircheneinweihung - bedingt durch die Kriegswirren und den Widerstand der NS-Verwaltung - errichtet worden sie, der Kirchengemeinde ein wichtiges Anliegen sei.
Deshalb habe der Friedhofausschuss seit 20 Jahren an seiner Erweiterung, Überplanung und Neugestaltung gearbeitet, die mittlerweile zu einem gewissen Abschluss gekommen seien. Außerdem sei der Friedhof ein Modellfriedhof, da die Pflege durch das Christophorus-Werk wahrgenommen werde.
Er freue sich, so Pastor Dr. Martin Trimpe, OB Heiner Pott und Domkapitular Alfons Strodt, Osnabrück, sowie für die evangelischen Kirchengemeinden Pastor Arndt Müller, vom Ortsrat Ortsbürgermeister Gerd Hofschröer, vom Christophorus-Werk Direktor Georg Kruse mit seinen Friedhofspflegern und Werner Frese als Friechofsarchitekt begrüßen zu können.
Oberbürgermeister Pott sprach der Kirchengemeinde unter anderem den Dank der Stadt Lingen aus für die Wahrnehmung der Friedhofsaufgaben. Pott hob hervor, dass die Art und Weise, wie Menschen in einer Stadt mit ihren Toten umgingen, ihre Haltung zum Leben widerspiegele. Dabei stelle der Tod zwar eine Zäsur dar, bedeute aber nicht das Ende der Menschen.
Georg Kruse hob in seiner Ansprache zum Thema "Der Friedhof St. Josef als Dienstleister" hervor, dass das Christophorus-Werk ein Anliegen mit der Übernahme der Friedhofsgärtnerei in St. Josef verbinde. Als Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit Behinderungen verfolge das Werk das grundlegende Ziel, den ihnen Anvertrauten Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Das geschehe zurzeit bestens mit neun ständigen Pflegern durch die Wahrnehmung der verschiedensten Dienstleistungen auf dem Friedhof. Für die gute Zusammenarbeit mit der Friedhofskommission sei er dankbar, so Georg Kruse.
Bevor Domkapitular Strodt mit seinem Festreferat begann, überraschte die 12-jährige Chiara Rentsch mit einem Steinbrocken von den Schlachtfeldern von Verdun, die sie mit ihrer Oma auf der Pilgerfahrt nach Alres/Südfrankreich besucht hatte. Der Stein wird unter dem großen Friedhofskreuz, das 1998 erstellt wurde, abgelegt.
Als Präsent der Frauengemeinschaft kfd gab Maria Lögering bekannt, dass die Miriam-Gruppe sich bereit erklärt habe, die Pfelge der Grabstätte der tot geborenen Kinder zu übernehmen.