HOMEÜBER UNSAktuellesSERVICESTELLENMARKTSITEMAPIMPRESSUM
ÜBER UNS
Ihr Weg zu uns
Unser Namenspatron
Pressemitteilungen
AKTUELLES
Aktuelles
Mittendrin im Leben
Aktivitäten mit dem Familienentlastenden Dienst (FED) begeistern die Kinder
Quelle: Lingener Tagespost vom 17. August 2006
Wer mal rauskommt, sich frischen Wind um die Nase wehen lässt, etwas anderes sieht, dem geht es gleich besser. Davon ist Elisabeth Strodt, Leiterin des Familienentlastenden Dienstes (FED), überzeugt. Zu sehr zehre oft die Pflege von Angehörigen an der eigenen Nervenkraft. Eine kleine Auszeit wirke da Wunder.


Die Fürsorge und Liebe, ohne die eine Pflege von Behinderten oder Kranken nicht auskomme, könne so erneuert werden, weiß sie zu berichten. Ähnliche Bedürfnisse hätten allerdings auch behinderte Kinder und Jugendliche. Auch sie müssten von Zeit zu Zeit raus aus dem alltäglichen Trott, etwas anderes sehen, spüren und fühlen. Hier würden gerade Ausflüge mit anderen behinderten und nicht behinderten Kindern für eine schöne Abwechslung sorgen.


In Kooperation mit dem Jugendamt werden im Sommer, im Rahmen des Ferienpasses, drei bis vier Ausflüge angeboten. Dazu gehört auch der beliebte Besuch eines Zoos, die Fahrt zu einem Freizeitpark und - was besonders gerne angenommen wird - ein Tag auf dem Bauernhof bei Familie Zwoller. "Kinder sind in der Regel sehr neugierig und offen", erzählt Elisabeth Strodt. "Sie haben keine Berührungsängste und begegnen einander unbefangen."


Das Erlebnis mit den Tieren stehe hier natürlich im Vordergrund: das Sitzen auf einem Pferd, das Streicheln des Ponys, das Melken der Kühe oder das Füttern der kleinen Kälber und das wohlige Geschnurre einer Katze, wenn sie sich bei einem der Kinder auf dem Schoß einkuschelt.


In solchen Momenten wird den Mädchen und Jungen bewusst, dass es auch schöne Erlebnisse außerhalb der vertrauten Umgebung von zu Hause gibt.


Bei den Ausflügen zum Vergnügungspark Thüle sei natürlich - wie bei allen Kindern - Spaß angesagt. Die Karussells würden nicht nur angeschaut, sondern auch frequentiert. Man hält sich gegenseitig fest und amüsiert sich köstlich.


So entstehe schnell eine gute Verbindung zwischen Kindern mit und ohne Behinderung, die einander ohne Scheu helfen würden, wo es erforderlich ist.


Das gemeinsame Erlebnis verbindet miteinander, bemerkt Elisabeth Strodt. Für behinderte Jungen und Mädchen gebe es auch richtige Ferien- oder Wochenendfreizeiten in verschiedenen Häusern, erzählt sie weiter, so zum Beispiel in Selbstverpflegungshäusern nahe der Nordsee in Westerstede wie auch in den Bildungshäusern Rulle und Sögel. Hier würden auch schon mal zarte Bande und lang anhaltende Freundschaften geknüpft. Was bleibt von diesen Sommererlebnissen zurück? Jenes gute Gefühl für die behinderten jungen Menschen, dass sie mittendrin sind im Leben und nicht auf Nebengleise abgeschoben werden. Das jedenfalls wünschen sich alle Betreuer, die diese ereignisreichen Sommertage begleiten.


Mehr Freiraum
Der Familienentlastende Dienst (FED) bietet für die Pflegenden eine Unterstützung im Alltag. Er möchte ihnen durch dieses Angebot zu mehr persönlichem Freiraum verhelfen, um mehr Zeit für sich selbst und die eigenen Interessen zu finden. Er bietet Einzelbetreuung in und außerhalb der Familie, Hilfe bei der täglichen Pflege, Unterstützung in Krankheits- und Notfällen, Freizeitbegleitung des behinderten Angehörigen, Freizeitwochen bzw. -wochenenden und Ferienpassaktionen an. Geholfen wird stunden- bis tageweise an Wochenenden bzw. durch eine regelmäßige Betreuung zu abgesprochenen Zeiten oder kurzfristig an bestellten Tagen in Urlaubs- und Ferienzeiten. In einem persönlichen Gespräch können Einzelheiten geklärt und wichtige Fragen besprochen werden. Die Leistungen des FED können sowohl nach dem Pflegeversicherungsgesetz als auch privat abgerechnet werden. Bei der Kostenerstattung durch die Pflegekasse entstehen keine zusätzlichen Belastungen.