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"Wir sind das Kompetenzzentrum"
Bildungswerk im Christophorus-Werk - Jugendhilfeausschuss informierte sich
Quelle: Lingener Tagespost vom 19. Juli 2006
"Das Ziel des Berufsbildungswerkes (BBW) ist die berufliche Rehabilitation unserer Auszubildenden, um sie nach erfolgreicher Prüfung in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu können." Das betonte der geschäftsführende Direktor des Christophorus-Werks, Georg Kruse, vor den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses der Stadt Lingen.


Das BBW, eine von acht Einrichtungen im Christophorus-Werk, war Anlass für den Ausschuss, seinen Sitzungsort nach Laxten zu verlegen, um sich diese Einrichtung näher vorstellen zu lassen. Das BBW hat sich mit seiner Gesamtkonzeption besonders auf lernbehinderte junge Menschen spezialisiert. Aber auch Jugendliche mit leichten körperlichen Behinderungen oder mit psychischen und sozialen Auffälligkeiten können in dieser Einrichtung einen geeigneten Ausbildungsgang und eine spezifische Förderung erwarten.


Nach Angaben von Kruse und dem Leiter des Bildungswerks, Klaus van Kampen, befinden sich derzeit etwa 370 junge Menschen in der Ausbildung. Die 16- bis 22-Jährigen könnten dabei zwischen 31 anerkannten Ausbildungsberufen wählen. Angeboten werden Berufe im Garten- und Landschaftsbau, Hauswirtschaftsberufe, Berufe in Küche und Gastgewerbe, im Malerhandwerk, im Fahrzeuglackiererhandwerk, Tischlerberufe, Berufe im Metallhandwerk, im maschinenorientierten Metallbereich und Büroberufe.


Van Kampen betonte auch, dass während der Ausbildungszeit unterstützende Hilfe gewährt würde. Neben dem Sozialdienst, der bei der Bewältigung vieler Alltagsprobleme Hilfestellung gebe, stünden außerdem der psychologische Dienst bei schweren individuellen oder sozialen Konflikten sowie der medizinische Dienst den Auszubildenden zur Seite.


Großen Wert legte Kruse abschließend auf die Tatsache, dass die Auszubildenden zu fast 100 Prozent ihre Prüfungen bestünden und laut Abfrage 50 Prozent aller Abgänger sich auch noch nach einem Jahr in Lohn und Brot befänden. "Wir sind das Kompetenzzentrum in der Region, wenn es um berufliche Rehabilitation geht", zeigte sich abschließend Kurse von der Arbeit in der Einrichtung überzeugt.


Überzeugt waren auch die Mitglieder des Ausschusses, die dem Christophorus-Werk großes Lob zollten.