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Nur Regenbogen-Kinder "lernen spielend sprechen"
Im Sprachheilkindergarten des Christophorus-Werkes arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Fachdisziplinen
Quelle: Lingener Tagespost vom 28. Mai 2005
„Spielend sprechen lernen“ im Kindergarten Regebogen, heißt es in einem bunten Flyer des Christophorus-Werkes. Und dass das nicht nur auf „geduldigen Papier“ gedruckt ist, sondern wirklich Programm bedeutet, merkt man spätestens dann, wenn man einen Fuß in den Sprachheilkindergarten gesetzt hat.


Ja, mag sich manch einer bei seinem ersten Besuch fragen, wo wird denn hier geheilt und wo sprechen gelernt? Und genau das ist es, was diesen Kindergarten auszeichnet: 17 Mitarbeiter, darunter Erzieherinnen, Heilpädagogen, Logopäd(inn)en, Motopädinnen und eine Psychologin kümmern sich unaufdringlich, aber stets um das Wohl der Mädchen und Jungen.


Eingang in den Sprachheilkindergarten erhalten die Kids, wenn sich die Sprachentwicklung verzögert hat und eine ambulante logopädische Behandlung nicht mehr ausreicht. Regine Keen, Leiterin des Kindergartens: „Wir betrachten das Kind in seiner ganzen Persönlichkeit. Das heißt, das hier bei uns nicht nur die Sprachentwicklung gefördert wird, sondern auch Wahrnehmung, Bewegung, soziale Kompetenz, emotionale Entwicklung und die kognitiven Fähigkeiten.“


Aufgeteilt sind die Mädchen und Jungen in kleinen Gruppen mit jeweils acht Kindern, so dass eine sehr intensive Betreuung möglich ist. In diesem „geschützten Rahmen“ werden Kinder, entsprechend ihren Stärken, Interessen und Bedürfnisse betreut und unterstützt. Parallel dazu werden regelmäßig logopädische, motopädische, heilpädagogische und psychologische Angebote durchgeführt.


Michael strahlt über sein ganzes Gesicht, als er von Marita Spanke, Heilpädagogin, für seine runden Tonkugeln kräftig gelobt wird. Der Fünfjährige trainiert nicht nur seine Fingermuskulatur, sondern auch Feinmotorik und Kreativität – ganz allein mit Marita und viel, viel Spaß.


Frau Keen: „Unser Team setzt sich aus Spezialisten verschiedener Fachdisziplinen zusammen, was für das Kind von großem Vorteil ist.“ Regelmäßige Förderplanbesprechungen fänden stets gemeinsam statt und ermöglichten einen fachlichen Austausch und, was besonders wichtig sei, eine gemeinsame Zielsetzung. „Die aufeinander abgestimmten Maßnahmen berücksichtigen somit die Wechselwirkungen der verschiedenen Entwicklungsbereiche“, erklärt die Kindergartenleiterin.


Gelacht wird auch bei Doris Henkenjohann, wo Fabian, Torben und Lukas mit viel Freude in den Backen ihre Übungen absolvieren. Während Fabian mit zwei Strohalmen kräftig in eine Schale bläst und Blasen zaubert, balanciert Torben einen Stift auf der Oberlippe und Lukas saugt aus Leibeskräften ein „A2“ an. „Unsere Kinder lernen hier sich etwas zu trauen, weil sie alle um ihre Handicap wissen. Da gibt es keine Hänseleien untereinander, sondern Bewunderung und Lob füreinander“, berichtet Regine Keen aus ihren täglichen Erfahrungen.


Nicht verzichten will der Kindergarten auf die Mitarbeit der Eltern von den Mädchen und Jungen, die nun einmal die Hauptverantwortlichen im Erziehungs- und Entwicklungsprozess sind. Nach Angaben der Kindergartenleiterin sind regelmäßige Gespräche und Hospitationen in den verschiedenen Fachbereichen ein fester Bestandteil der „partnerschaftlichen Zusammenarbeit“. Frau Keen: „Es werden Informationen ausgetauscht, Absprachen getroffen und die Eltern erhalten einen unmittelbaren Einblick in den Entwicklungsprozess ihres Kindes.“ Elternabende, Feste und Feiern, Hausbesuche, Bastel- und Klönvormittage sind weitere ergänzende Angebote, die ausschließlich dem Wohl der Kinder gelten.


Wer weitere Informationen über den Kindergarten Regenbogen haben möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0591/76690 an Regine Keen wenden.