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Ameloh dokumentiert Entwicklung
30 Jahre im Dienste des Christophorus-Werkes - In Ruhestand verabschiedet
Quelle: Lingener Tagespost vom 2. Mai 2005
"Die Integration der Behinderten ist dann gelungen, wenn diese über die Straße gehen und niemand mehr hinter ihnen herschaut!" Diesen Ausspruch seines lanjährigen Weggefährten Peter Wroblowski habe er sich immer als Ziel vor Augen geführt, gestand Heinz Ameloh am Ende seiner 30-jährigen Arbeit im Christophorus-Werk.


Auf diesem weg sei die Gesellschaft insgesamt zwar ein ganzes Stück vorangekommen, aber das anvisierte Ziel sei sicherlich noch lange nicht erreicht. Es müsse weiterhin intensiv daran gearbeitet werden, forderte Heinz Ameloh zu verstärktem Engagement für Behinderte auf.


Die Verabschiedungsfeier am Freitagabend dürfte ein Novum darstellen, denn der Verwaltungsleiter der Lingener Einrichtung wurde bereits zum zweiten Mal in den Ruhestand verabschiedet. Vor knapp zwei Jahren hatte man ihm bereits in einem großen Festrahmen Dank und Anerkennung für seine aufopferungsvolle Arbeit für die behinderten Mitbürger ausgesprochen.


Kurze Zeit später verstarb plötzlich sein langjähriger Mitstreiter an der Spitze des Christophorus-Werkes, Erwin Kessler. Die Bitte des Christophorus-Werk Lingen e. V. an Heinz Ameloh, einen Nachfolger einzuarbeiten, mochte dieser nicht ablehnen und ließ sich kurzfristig "reaktivieren".


Mit Georg Kruse und Holger Waldmann stünden per 1. Mai zwei qualifizierte Fachleute an der spitze der Einrichtung, so dass er nunmehr gemeinsam mit seiner Ehefrau Erika den Ruhstand genießen könne, freute sich Ameloh über die Nachfolger.


Doch ganz kann sich Ameloh noch nicht von seinem Lebenswerk trennen. Er habe die Aufgabe übernommen, die Geschichte und die Entwicklung von Behinn als "Lingener Kinderhilfe" bis zur heutigen weit über die Grenzen der Region anerkannten Behinderteneinrichtung "Christophorus-Werk" zu dokumentieren, freute sich Werner Franke, Vorsitzender des Vereins über die weitere Zusammenarbeit.


In seiner Laudatio erinnerte Franke an das drei Jahrzehnte währende Engagement des scheidenden Verwaltungsleiters. Ein wichtiges Tätigkeitsfeld sein die Sicherstellung der Finanzierung gewesen; bekanntlich sei das Geld auch für Behinderte immer knapp gewesen.


"Das Lebenswerk von Heinz Ameloh ist das Christophorus-Werk, so wie wir es heute alle kennen", wies Werner Franke auf die großen Verdienste um die behinderten Mitmenschen hin. Aber auch die Angehörigen und die Mitarbeiter seien immer in die Entscheidungen mit einbezogen worden.


Sichtlich erleichtert zeigte sich Heinz Ameloh, dass mit Georg Kruse und Holger Waldmann zwei Fachleute mit der Leitung betraut worden seine, die schon seit vielen Jahren den "Stallgeruch" des Christophorus-Werkes kennen und sich immer eindeutig zu den Leitbildern bekannt hätten.


Holger Waldmann habe ebenso wie 72 weitere junge Leute den kaufmännischen Beruf unter seiner Leitung erlernt, stellte Ameloh nicht ohne Stolz einen weiteren Aspekt seiner Arbeit vor. "Manchmal war unser Büro aber auch ein gewisser Heiratsmarkt", wies Ameloh auf die Tatsache hin, dass Holger Waldmann seine Ehefrau, ebenfalls "Lehrling" bei Ameloh, während der Arbeit kennen gelernt habe.