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Der Bischof kommt zum Aktionstag
"Menschen mit Behinderungen gleichstellen" - Kein Geld für Ausbildung
Quelle: Lingener Tagespost vom 27. April 2005
Am 4. Mai findet anlässlich des "Europäischen Protesttages für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung" unter dem Thema "Leben in Würd" auf dem Vorplatz des neuen Lingener Rathauses ein Aktionstag statt, an dem auch Bischof Dr. Franz-Josef Bode teilnehmen wird.


Beispiele der Solidarität und der Integration mit und von Behinderten wurden am Montag in einer Ausstellung im Berufsbildungswerk des Christophoruswerkes in Lingen vorgestellt: Beispielsweise der Stand der "Tabis", ein von Hermann Fehring initiierter Kegelclub, in dem 14 Kinder aus der Tagesbildungsstätte und der Werkstatt einmal im Monat auf der Bahn einer Gaststätte ihrem Hobby nachgehen.


Eltern haben reihum die Betreuung übernommen. Und mittlerweile finden sich auch Geschwister und Freunde zu den Treffs ein. Andere Beispiele zeigten unter anderen das TPZ und die Mal- und Kreativschule, das Mädchencafé und die Aktion "Mittendrin", die Kirchengemeinde Brögbern-Damaschke, der Malteser-Hilfsdienst, Organisationen, die das therapeutische Reiten anbieten sowie die drei im Emsland ansässigen Behinderteneinrichtungen St.-Lukas-Heim Papenburg, St.-Vitus-Werk Meppen und das Christophorus-Werk Lingen.


"Unser Ziel ist es, durch konkrete Beispiele Informationen und Anregungen zur Nachahmung und Weiterentwicklung zu geben", sagt Agnes Elsen, Vorsitzende der Angehörigenvertretung des St.-Christophorus-Werkes. Sie überreichte dem CDU-Bundestagsabgeordneten und Behindertenbeauftragten seiner Fraktion Hubert Hüppe nach dessen Vortrag ein von den Eltern- und Angehörigenvertretungen der drei emsländischen Einrichtungen unterzeichnetes Schreiben, in dem auf die durch Sparzwänge eingeengten Rechtsansprüche behinderter Menschen hingewiesen wird.


So könnten die Schülerinnen und Schüler der Tageseinrichtungen aufgrund fehlender Mittel in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr in das Eingangsverfahren für den Berufsbildungsbereich bzw. in berufsvorbereitende Maßnahmen übernommen werden. Betroffen seien im Emsland über 30 junge Menschen. Wegen fehlender Haushaltsmittel werde es voraussichtlich keine neuen Ausbildungsverträge im Berufsbildungswerk geben.