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Fachdienste im Berufsbildungswerk
Psychologischer Dienst
Die wesentlichen Arbeitsbereiche des Psychologischen Fachdienstes sind Diagnostik, Beratung sowie Unterstützungs- und Trainingsangebote. Daneben besteht eine wichtige Aufgabe in der Beratung der Kollegen im Hinblick auf psychische Auffälligkeiten und die daraus resultierenden Anforderungen an spezifische Förderung und Anleitung der Rehabilitanden.
Diagnostik
Im Rahmen der Eingangsdiagnostik wird eine erste Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Jugendlichen vorgenommen. Aus den Ergebnissen leiten die Psychologen Empfehlungen für gezielte Fördermaßnahmen ab.


Als Verfahren für die Eignungs- und Leistungsdiagnostik werden Tests zum logischen Denken, zur Rechtschreib- und Rechenfähigkeit, zum Gedächtnis, zur Wahrnehmung, zur Kon-zentration sowie zu berufsspezifischen Fähigkeiten eingesetzt und ggf. durch Verfahren zur Störungsdiagnostik ergänzt.
Koordination und Begleitung von Arbeitserprobungen und Eignungsabklärungen
Eignungsabklärungen und Arbeitserprobungen werden durchgeführt, um noch unschlüssigen Jugendlichen zu einer Berufswahlentscheidung zu verhelfen bzw. um abzuklären, ob der angestrebte Beruf den Fähigkeiten des Rehabilitanden entspricht. Der Psychologische Fachdienst unterstützt die Durchführung dieser Maßnahmen durch gezielte Diagnostik und kommt in Absprache mit allen Beteiligten – Ausbildern, Pädagogischen Mitarbeitern, Ergotherapeuten, Sozialdienst, Medizinischem Dienst und natürlich dem Jugendlichen selbst – zu einer abschließenden Empfehlung.
Gruppenangebote und Trainings
Der Psychologische Fachdienst macht Gruppenangebote zu verschiedenen Fragen und Themen wie Prüfungsängsten, Umgang mit Konflikten, Drogenproblemen, Lebensplanung etc. an. Trainings zur Verbesserung der sozialen Kompetenz, Selbstsicherheitstrainings oder Entspannungsgruppen unterstützen die Persönlichkeitsentwicklung. Außerdem macht der Psychologische Dienst Angebote zur Aufklärung über und zum Umgang mit spezifischen Störungsbildern wie z.B. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom - Hyperaktivität).
Beratung
Bei persönlichen Problemen und Krisen steht der Psychologische Fachdienst beratend zur Seite und sucht gemeinsam mit dem Betroffenen nach einer tragfähigen Lösung. Häufige Anlässe für eine Beratung sind z.B. Eingewöhnungsprobleme, familiäre Schwierigkeiten, Beziehungsprobleme, Ängste, Aggressionen oder auch Fragen der Lebenswegplanung. Die Beratung zielt darauf ab, die jungen Menschen zu selbständigen Problemlösungen zu befähigen.

Sollten Probleme auftauchen, die nicht im Rahmen einer beruflichen Bildungsmaßnahme geklärt werden können, koordinieren die Mitarbeiter des Psychologischen Dienstes weiterführende Maßnahmen (z.B. stationäre Therapiemaßnahmen).
Lernhilfe
Die Lernhilfe bietet Jugendlichen mit einer Lernschwäche, Teilleistungsstörung, Lernbehinderung oder mit Schwächen im ausbildungsbezogenen Grundwissen individuelle und diagnose-
unterstützende Lernverfahren an.


Angeboten werden u.a.:
Sozialdienst
Der Sozialdienst im Berufsbildungswerk Lingen sieht sich in erster Linie als Berater der jungen Erwachsenen in fast allen Lebensbereichen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Ebene der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und damit in der Sicherung eines reibungslosen Verlaufes der Berufsausbildung/Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme und der späteren Eingliederung.
Die Mitarbeiter des Sozialdienstes bieten – auf den Einzelfall bezogen – gezielte pädagogische Hilfen an.

Im Sozialdienst stehen folgende sozialpädagogische/sozialarbeiterische Maßnahmen im Vordergrund:
Persönliche Unterstützung/Prozessbegleitende Unterstützung
wird in regelmäßigen Gesprächen, bei der aktuellen Alltagsbewältigung, als unmittelbare oder hintergrundorientierte Krisenintervention, in Förderplangesprächen, als Präventivarbeit (Sozialtraining zur Steigerung der sozialen Kompetenzen, des Selbstbewusstseins und der Motivation), bei der Findung von festen Wohn- und Beziehungsstrukturen, in Form von Gruppenarbeit (Training von Bewerbungs- und Vorstellungsgesprächen, Berufswahlunterstützende Gruppenarbeit), bei der Herstellung von Kontakten zu externen Beratungsstellen (Drogenberatung, Schuldnerberatung, Schwangerschaftsberatung o.ä.), bei der Organisation von Integrationsmaßnahmen und hinsichtlich der Elternarbeit angeboten.
Koordinationstätigkeiten
werden hinsichtlich der Förderung und der Maßnahmeumsetzung, in Kooperation mit Reha-Trägern / Reha-Beratern der Agenturen für Arbeit, Ämtern und anderen Einrichtungen durchgeführt.
Sozialministrative Aufgaben
beinhalten die Hilfe- und Antragstellung zur Sicherung der finanziellen Grundlagen und die persönliche Beratung in sozialrechtlichen Fragestellungen.
Integrationsberatung
bietet Hilfen vor Abschluss der Berufsausbildung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (Entlasstraining), konkrete Bewerbungshilfen, sowie Unterstützung bei der Suche nach Arbeitsplatzangeboten, im Einzelfall Ermittlung und Vermittlung eines Arbeitsplatzes (Arbeitsplatzakquise) und die Erstellung eines individuellen Bewerberprofils (Profiling).
Medizinischer Dienst
Der Medizinische Dienst berät und unterstützt Rehabilitanden und Mitarbeiter in allen medizinischen Fragen und begleitet so den gesamten Ausbildungsprozess.


Für rehabilitationsbegleitende ärztliche Betreuung und gutachterliche Tätigkeit steht ein niedergelassener Arzt aus dem Nahbereich zur Verfügung. Er übt einmal wöchentlich seine Praxis im Berufsbildungswerk aus und stellt ggf. Kontakte zu Fachärzten vor Ort oder am Heimatort der Rehabilitanden her.
Aufnahmeverfahren
Jeder aufgenommene Rehabilitand wird einer ärztlichen Anamnese und Untersuchung unterzogen, um sicherzustellen, dass es nicht zu körperlichen Über- oder Fehlbelastungen kommt.
Medizinische Beratung
Im Medizinischen Dienst findet eine allgemeine gesundheitliche und präventive Beratung statt. Dies beinhaltet z.B.: Infektionsschutzgesetz (IfsG), Erste-Hilfe-Kurse, Hörtests, Beratung bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom - Hyperaktivität), Impfschutzüberprüfungen, Unterstützung bei Gewichtsproblemen oder in Einzelfällen auch Drogen- und Alkoholkontrollen. Daneben findet eine Beratung und Begleitung bei chronischen Erkrankungen und Behinderungen wie z.B. Diabetes, Asthma, Epilepsie, orthopädischen Krankheitsbildern statt. Auch Arzt- und Zahnarzttermine werden von hier aus koordiniert und ggf. begleitet.
Erste Hilfe
Bei Verletzungen und Unfällen wird eine schnelle Notfallversorgung sowie die anschließende Überstellung zum (von der Berufsgenossenschaft [BG] zugelassenen) BG-Arzt gewährleistet.
Krankenpflege
Die eingerichtete Krankenstation hat sich im täglichen Betriebsablauf als äußerst hilfreich erwiesen. Sie dient der Versorgung kranker Rehabilitanden, die einer besonderen Pflege bedürfen, ohne dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird.


Der Medizinische Dienst nimmt am Besprechungswesen wie Fall- und Fördergesprächen teil. Ziel ist es, den allgemeinen Gesundheitszustand der Rehabilitanden zu fördern und mit therapeutischen Maßnahmen günstig zu beeinflussen. Damit soll die Ausbildungsfähigkeit verbessert, längere Fehlzeiten vermieden und die Eingliederungschancen der Jugendlichen gesteigert werden.